Feiern Sie auch Knut?

Ikea. Für meinen Sohn Peter und mich ein wahrer Hort der Freude, zum Stöbern, zum Kaufen, zum Bummeln, zum Blaubeer-Kuchen-Essen und Leute beobachten. Für meinen Mann Horror pur. Wie ich es geschafft habe, ihn an einem 29. Dezember, wo ungefähr die halbe Welt frei hat (und scheinbar auch zu Ikea fährt) ins große schwedische Do-it-yourself-Möbelhaus zu bringen, darf mein Geheimnis bleiben. Wie wir es geschafft haben, wieder heraus zu kommen, hingegen ein großes Rätsel. Menschenmassen wie am Volkswandertag – ich habe mich mit dem Gedanken getragen, den schwedischen Billy-Machern  vorzuschlagen, zwischen Bekvam und Hopen Getränkestationen einzurichten und Brühe auszuschenken. Bei Ivar gäbe es dann frische Banane, in der Markthalle Butterbrezeln und Kaffee. Doch davon waren wir weit entfernt. Langsam bewegte sich der Tross mit einkaufswütigen Großfamilien, nörgelnden Kleinkindern, missgestimmten Familienvätern und heillos überforderten Senioren von den Ausstellungs-Wohnzimmern zu den Küchen und wieder zurück. Der milde, weihnachtliche Friede verflog spätestens am Kinderparadies, wo eine lange Schlange von Kindern um Einlass bot. Beim obligaten Köttbular-Mahl im frisch umgebauten Restaurant war es mit der Gelassenheit meines Gatten vorbei. Peter hatte Hunger, freie Tische waren Mangelware, und die Kinder am Nachbartisch fanden Ikea generell doof und taten dies auch lautstark kund. Was wir gekauft haben? Verraten wir nicht. Sonst verstünde mit Sicherheit niemand, warum wir uns so eine Tortur angetan haben. Sagen wir es einfach so: Wir haben Knut gefeiert.

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