Die falschen Zielgruppen

Fußballturnier im Nachbarort. Wir gehen nach Baustress kurz hin, um zu Abend zu essen. Peter ist schwer begeistert: Die Band, die nach dem Handwerkerhock auftreten will, macht Soundcheck. „He Mama, komm mal, die spielen voll coole Mucke.“ Erstaunte Blicke von ein paar jungen Männern. Peter brüllt ungeachtet dessen weiter: „Ja, schnell, komm, wir tanzen.“ Peter übt sich im Headbangen. „Maaama, komm… die spielen ‚Zu spät‘ von den ‚Ärzten‘ und die Bonnie von den ‚Tooooten Hooosen…’…“ Die jungen Herren schütteln den Kopf. So was haben sie wohl selten erlebt. Ein headbangender Vierjähriger mit Punkrock-Kenntnissen. Letzten Endes gehen wir natürlich dann doch nach Hause – eine Rockparty gehört für einen Vierjährigen nicht unbedingt zum pädagogischen Grundprogramm. Peter findet das doof. Deshalb vor dem Zelt eine neuerliche Diskussion: „Warum muss ich jetzt heim?“ -„Weil es spät ist. Du ins Bett musst. Und weil Du für so was noch zu klein bist.“ Peter grummelt. „Aber Mama, weiß Du was? Du gehörst da auch nicht unbedingt zur Zielgruppe…“ ????? Ich sollte berufliche Telefonate wohl künftig nicht mehr vor dem Kind führen. Dennoch kontere ich: „Ja, das stimmt. Ich gehöre wohl eher nicht mehr zur direkten Zielgruppe. Soll ich Dir aber was sagen? Du gehörst auf gar keinen Fall dazu…“

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