Spießer werden

Dass Peters Papa glücklicherweise vernünftiger und ernsthafter ist als Peters Mama, die alte Quatschliese, ist meinen Lesern wohl hinreichend bekannt. Drei Chaoten im Haus wären definitiv zu viel – von daher tun dem Sohnkind und mir Herrn Kasis rationell arbeitender Verstand bisweilen sehr gut.

Auch Peter hat mitunter Ideen, die man unter dem Gesichtspunkt, dass er erst vier Jahre alt ist, schlichtweg ablehnen muss. Letztens wollte er mit zu einem Fußballspiel am Abend, das seine Eltern besuchten. Peters Papa stellte unmissverständlich klar, dass ein Match, das erst um 20.45 Uhr beginnt, definitiv nichts ist für einen kleinen Buben.

Das Männchen rast vor Wut. Ist sauer. Ärgerlich. Betrübt. Es heult und brüllt. Tränen laufen sturzbachgleich über sein verzerrtes Gesichtchen. Mit letzter Kraft erinnert er an eine bekannte Sparkassenwerbung und keucht: „Wenn ich groß bin, will ich auch Spießer werden.“ Glauben Sie mir, dass ich fluchtartig das Zimmer verlassen musste, um mein Gesicht nicht zu verlieren?

Ein Gedanke zu „Spießer werden

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