Schwarz und Weiß

Huch. Schon soo lange nichts mehr geschrieben. Wo bleiben nur die Tage, die Wochen, die Monate? Schätzungsweise geht dies aber jedem gleich. Irgendwie ist immer zu wenig Zeit da. Vor allem morgens, wenn es beim Zähneputzen im Bad schon den ersten Stau gibt. Oder abends. Wenn man das Gefühl hat, zwischen 21.30 Uhr (wenn man gefühlt das erste Mal zur Ruhe kommt) und Mitternacht alles erledigen will, was zwischen Kindergarten-Vesper-Richten, Kartoffelschälen und Geschäftstelefonate-Führen liegen geblieben ist. Von meinen Wäschebergen im Keller oder dem Altpapier-Chaos in der Garage will ich gar nicht reden. Aber da hatte das Sohnkind heute eine gute Idee. Er wünscht sich ein Wilde-Kerle-T-Shirt. Diese kickende Jungmännerbande ist im Kindergarten offenbar gerade der letzte Renner, während Bob Baumeister kaum noch seine Baggerschaufel heben darf. Jetzt also die Wilden Kerle. Auf jeden Fall gibt es T-Shirts mit dem merkwürdigen Emblem der Bande, was sich Peter neben 456 anderen Dingen zu seinem fünften Geburtstag in gut zwei Wochen wünscht. Folgender Dialog beim Mittagessen.

Peter: „Mamilein. Schau, das Wilde-Kerle-Hemd sieht in Weiß gaaaaanz super aus.“

Ich (entsetzt): „In WEISS?“

Peter: „Ja, warum nicht?“

Ich (ironisch und trocken): „Ja, nimm‘ es doch in Weiß. Es gibt nichts, was weniger schmutzig wird als Weiß.“

Peter:  „Ach ja. Aber guck. Schwarz sieht es noch viel besser aus. Und waschen muss man es gar nie.“

Das nenne ich gesunden Pragmatismus. Verkaufen wir die Waschmaschine und schaffen uns dafür nix als schwarze Klamotten an.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s