Unbeklärte Bau-Fragen II

* Warum muss man stets wegen eines kurzen Stückchens Holz, Klebeband oder Glaswolle eine neue Packung oder eine frische Rolle anfangen?

* Warum sind ständig alle Messer stumpf?

* Warum ist auf dem Bau immer so schnell Abend? Warum empfindet man aber die Zeit, die man auf Handwerker warten muss als so unendlich lang?

* Warum kommt man immer mit vollem Einkaufswagen aus dem Baumarkt, auch wenn man eigentlich nur Glühbirnen für die Garage kaufen wollte?

Ungeklärte Bau-Fragen I

* Warum verschwinden Meterstäbe, Bleistifte und Messer immer wie von Geisterhand? Haben die Füße?

* Warum streiten Menschen auf Baustellen immer?

* Warum wollen mich immer alle fern halten? Ich bilde mir ein, kein so schlechter Helfer zu sein! Ich mache, was man mir aufträgt. Stelle selten intelligente Fragen (ich weiß es ja nicht besser), fange keine Endlos-Diskussionen an, sondern schaffe mein Zeug runter, weil ich ja meistens daheim noch Arbeit habe oder mein Kind auf mich wartet. Andere kommen auf Besuch und geben ungefragt tolle Ratschläge. Dann gehen sie wieder, weil sie ja ins Schwimmbad oder zum Grillen, ins Theater oder ins Kino müssen. Da frag‘ ich mich, was besser ist…

*  Warum ist es immer so staubig? Kriegt man ein Haus je staubfrei? Ich hoffe es…

* Warum sind Dixi-Klos immer so eklig?

* Warum kann ich keine belegten Brötchen mehr sehen? Oder Würste aus dem Kessel?

* Wieso kratzt und juckt Glaswolle so eklig? Die Menschheit fliegt zum Marsch, und das Zeug gibt einem bis heute das Gefühl, den Flohwalzer auf dem Rücken zu haben.

* Warum schlägt man sich immer am gleichen Balken den Kopf an?

* Warum sind manche Dinge im Plan anders als in der Praxis?

Wir klopfen auf Holz

Das Bauherren-Dasein entwickelt sich. Wir sind gelassener – manchmal. Mitunter entspinnen sich allerdings auch im Nachhinein ziemlich dämliche Diskussionen um Waschbecken oder Glaswolle. Aber wenigstens kommen wir gut voran – und das ist doch die Hauptsache. Von daher entwickelt sich dat Janze zu einer runden Sache. Von großen Krisen blieben wir bislang verschont  – wir klopfen auf Holz.

Das einzig Problematische ist: Wir bauen mit einem kleinen Jungen. Dieser ist zwar so unkompliziert, dass er durchaus auch einmal mit einem Bottich Wasser und einem Haufen Sand auf der Baustelle „Kaffee kochen“ spielt. Wenn es sein muss stundenlang. Allerdings gibt es in Sachen Kind durchaus ein paar Rahmenbedingungen – feste Essenszeiten, feste Schlafenszeiten, gelegentlich etwas für die Bespaßung. Diese Dinge würden wir zwei ohne Peter mit Sicherheit nicht so konsequent durchziehen. Aber Peter fordert das Seinige ein – und das ist auch gut so.  Obwohl er die Sache mit der Baustelle sehr spannend findet.