Inbetriebnahme

Familie Kasi hat eine neue, schicke Kaffeemaschine bekommen. Seit jeher weigere ich mich, neue Elektrogeräte in Betrieb zu nehmen – wozu hat man einen Mann, dessen Hobby, Beruf und Berufung Strom aller Art ist? Ich schiebe den Riesenkarton also gepflegt ins Eck. Da habe ich die Rechnung aber ohne den Thronfolger gemacht. Der steht mit erbostem Blick in der Tür, winkt mahnend mit seinem kleinen Zeigefinger und fragt mit eisigem Tonfall: „Was bitte wird das?“ Ich erkläre ihm, dass Inbetriebnahmen seit jeher und Jahrtausenden Aufgabe seines Papas ist. Peter will das gar nicht einsehen: „Wieso denn das? Kannst Du keine Gebrauchsanleitung lesen?“

Ja. Ich geb’s zu. Ich habe mich vor meinem knapp fünfjährigen Sohnkind geniert und deshalb ganz zügig den Karton geöffnet. Brav die Gebrauchsanleitung studiert (war auch gar nicht lang). Selbstverständlich haben Peter und ich mit vereinten Kräften den neuen Automat zum Laufen (sprichwörtlich) gekriegt. Peter triumphierend: „Na siehste. Du kannst das doch. Und mir hasse mal wieder nicht geglaubt.“ Woher hat er das, dass er IMMER das letzte Wort haben muss.

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