Wasserklare Angelegenheit

Ich trinke bekanntermaßen am allerliebsten das, was auf gut Schwäbisch „Hahnenwasser“ heißt. Also Wasser direkt aus der Leitung, ohne Blubber, Kohlensäure oder Gas. Mein Mann trinkt am liebsten Spezi oder Cola, hat jetzt aber festgestellt, dass das nicht gesund ist (!). Deshalb trinkt Herr Kasi seit geraumer Zeit mit Leidensbittermiene stilles Mineralwasser. Sohnkind Peter ist also der einzige, der sich noch mit der täglichen Ration Kohlensäure versorgt, weil er das „lahme Zeuch“ nicht mag.

Folgender Dialog.

Peter (deutet vielsagend auf mein Edelstein-Krüglein und Markus‘ Vittel-Flasche): „Maaaaama. Eigentlich bin ich ja der einzige, der noch Blubber-Wasser trinkt.“

Ich: „Jaaa. Schaut fast so aus.“

Peter (macht einen auf kompromissbereit): „Da könnt‘ ich doch eigentlich das Glas weglassen. Aus meiner Flasche trink‘ ja eh nur ich – Gläser, sagst Du, braucht man, weil aus Flaschen sonst ja auch andere trinken wollen. Aber wenn ich der Einzige bin, der Blubberwasser trinkt, ist das ja Quatsch. Dann musst Du weniger spülen.“ Eigentlich eine glasklare Sache. Trotzdem appelliere ich an die guten Tischmaniere. Im Hause Kasi werden weiterhin Gläser benutzt. Wo kämen wir denn da hin?

Ein Gedanke zu „Wasserklare Angelegenheit

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