Warum…

… habe ich immer Herpes, wenn man mich fotografieren muss? Es gibt seit der vierten Klasse kein „offizielles“ Foto von mir ohne Lippenbläschen.

… wacht mein Kind samstags pünktlich um 5 Uhr früh auf und könnte wochentags bis acht schlafen, so dass wir dann in den Kindergarten rennen müssen?

… geht immer bei mir das warme Wasser im Bad aus? Hat sich schon einmal jemand die Haare kalt gewaschen? Igitt.

… warum haben wir nie Milka Zartherb im Haus, obwohl ich für mich immer mindestens drei Tafeln einkaufe?

… warum dauert es beim Einkaufen immer gerade an meiner Kasse am längsten? Obwohl ich so sorgsam überlegt habe, wo ich mich anstelle? Und wenn es einmal schnell geht, muss man spätestens bei der Kundin vor mir storniernen – „Frau Maier, den Schlüssel… Storno!!!“ Und es dauert wieder ewig.

… sind Druckerpatronen immer dann leer, wenn man gerade etwas BESONDERS Wichtiges ausdrucken muss?

… hat Kabel BW immer dann Wartungsarbeiten, wenn ich für den Job wirklich Internet brauche?

… schläft mein Kind im Auto 400 Meter vor dem heimischen Garagenhof ein, wenn es sich nicht mehr lohnt?

Narr im Leiden

Peter hat immer dann, wenn er wächst, Probleme mit Bauchweh. Hatte er schon als Baby. Am Samstag war es mal wieder soweit, das Männchen klagte und jammerte, kreidebleich und elend, von Übersäuerung und Bauchdrücken geplagt. Er schlief dann zeitig ein, kurz vor 17 Uhr. Und wurde nicht mehr wach. Was heißt das dann wohl? Heute morgen um 2.30 Uhr war der Thronfolger fit wie ein Turnschuh. Schrie nach Essen (das Leiden war vorbei), wollte kuscheln und glotzen. Nach etlichem Hin und Her (für das ich zu solcher Tageszeit definitiv NICHT geschaffen bin) schlief er noch einmal ein. Sein erster Satz an mich: „Nicht dasss Du denkst, ich bin noch krank. Heute ist Fasnetszumzug, und da ist kein vernünftiger Mensch krank.“

Tote Hose in der Kiste

Ich habe schlecht geschlafen. Mein herzensguter Mann lässt mich deshalb noch etwas dösen, während er das fortwährend quasselnde Kind bespaßt und anzieht und zum Zähneputzen anhält. Plötzlich höre ich den genervten Sprössling fragen: „Und unser Toten-Hosen-Fan? Der liegt noch in der Kiste, was?“ Kinder machen viel Freude.

Manchmal aber auch ganz in Echt. Peter und ich sind beides leidenschaftliche Stadtbummler (wenn man Besuche im Drogeriemarkt und im Großmarkt mit einrechnet). Am Montag waren wir mittags miteinander unterwegs. Im Auto sagt das Sohnkind mit feuchten Augen: „Ach Mama. Danke dafür, dass ich den Mittag heute mit Dir verbringen darf.“